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Das Vorarlberger Kleinwalsertal war amDienstag bereits zum fünften Mal Schauplatz für innovative Strategienund Erfahrungen in der Tourismusbranche: Über 100 interessierteTouristiker tautschten sich zum Thema "elektronischer Tourismus" aus- und erfuhren, welche Modelle Zukunft im Tourismus haben."Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun", eröffnete Mag.Alexander Fritsch, Obmann der "eTourism Foundation", mit einemGoethe-Zitat die Fachtagung im Kleinwalsertal. Unter diesem Mottowurden mit dem "eTourism Foundation Dialog" und derAbendveranstaltung "Walser Impulse" gleich zwei Fachsymposien aneinem Tag veranstaltet. Die neu gegründete "eTourism Foundation" mitdem Sitz im Kleinwalsertal übernahm dabei die Schirmherrschaft. Dergemeinnützige Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den elektronischenTourismus im Alpenraum zu professionalisieren.Wie sieht die optimale Online-Kommunikation im Tourismus aus?"Nutzen Sie alle vorhandenen Möglichkeiten, die das Internetbietet", propagierte Georg Ziegler eindringlich. Der "B2B"-Managerdes größten deutschsprachigen Hotel-Bewertungsportales"Holidaycheck", erläuterte: "nur wer gefunden und positivwahrgenommen wird, wird am Schluss auch gebucht." Dabei nimmt dasThema Hotel-Bewertung einen immer größeren Stellenwert ein - durchauszum Nutzen der Hoteliers: Bei 80 Prozent der Bewertungen wird dasbesprochene Hotel weiterempfohlen. In der detaillierten Beurteilungsind dann allerdings schon die einen oder anderen Schwachstellen zuentdecken. "Diese ausführliche Kritik macht das Ganze ja auchglaubwürdig", hält Ziegler fest.Studien zeigen, dass sich rund 70 Prozent der potenziellen Gästevor der Buchungsentscheidung im Internet informieren. Romanergänzt: "Wie Untersuchungen zeigen,sinkt bei Intensivnutzern die Aufmerksamkeit bereits nach neunSekunden rapide." Einig waren sich die Experten in der Frage, welcheRolle dabei die lokalen Tourismusorganisationen spielen müssen:"Tourismus- und Destinationsorganisationen müssen als 'Zugpferde'nicht nur selbst das Internet bestmöglich nutzen, sondern auch dieBetriebe in der Region fürs Internet fit machen", fasst Egger dieErgebnisse der Diskussion zusammen."World Café" ermöglichte intensiven AustauschNeben den Vorträgen von Experten wurde am Nachmittag ein "WorldCafé" mit 70 Teilnehmern veranstaltet. In Kaffeehaus-Atmosphäreentstand ein lebendiges Netzwerk von Gesprächen: "Im direktenErfahrungsaustausch mit Fachleuten und Praktikern konnte ich vieleneue Ideen für unsere eigene Arbeit mitnehmen", schildert ClaudiaSchleh, Geschäftsführerin von Kleinwalsertal Tourismus, ihreErfahrungen. Schleh: "Das Kleinwalsertal möchte sich als fittesteDestination in Sachen neuer Medien positionieren und kann mit solchenVeranstaltungen wertvolles Know-how ins Tal holen."Hotels: Der "Krise" gegensteuernBei der Abendveranstaltung "Walser Impulse" stand anschließend derpraktische Umsetzungsnutzen im Vordergrund: 60 Hoteliers aus derRegion erhielten aus erster Hand brandaktuelle Tipps, wie eineWebsite den gestiegenen Nutzeransprüchen genügen kann. Gerade weildie vieldiskutierte Wirtschaftskrise ihre tatsächlichen Auswirkungenauf den Tourismus erst mit Verzögerung zeigen wird, möchten sichviele Hoteliers mit einem perfekten Internetauftritt bestmöglichpräsentieren. Dass dabei viel falsch gemacht werden kann, weißDipl-Ing. Gesine Schneider, langjährige "eFitness"-Beraterin imKleinwalsertal: "Die meisten Hotel-Websites weisen grundlegendeMängel auf - und das wirkt sich mittlerweile auch direkt auf denBuchungserfolg eines Betriebes aus." Eine professionelle Beratung,kombiniert mit betriebsinternem Online-Know-how, scheint dabei alsGebot der Stunde, denn mittlerweile werden 50 Prozent des Umsatzes imAlpentourismus über E-Mail und Internet eingeleitet. "Gelingt eseinem Hotel, sich in diesen Bereichen positiv von seinen Mitbewerbernabzuheben, werden sich wohl auch die Auswirkungen der Krise besserverkraften lassen", erläutert Dr. Egger seine Einschätzung dermomentanen Situation. Read more:
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