Top oder Flop? Wie Bewertungsportale die Sterne verglühen lassen  E-Mail

 

 

Das Internet hat in den letzten Jahren nicht nur einen rasanten Einzug in unseren Alltag gehalten, sondern entwickelt sich auch dementsprechend schnell weiter. Vor allem kundengenerierte Inhalte (User generated Content) sind kennzeichnend für das neue, das soziale Web, in dem die Nutzer bereits längst aktiv geworden sind. Da werden private und berufliche Informationen gebloggt, getwittert, auf Facebook, Youtube und Co. gestellt. Man teilt sich der Welt mit, veröffentlicht alles Mögliche und Unmögliche und findet darüber hinaus auch noch reichlich Rezipienten dafür. Eine Kommunikationsrevolution ist im Gange, in der es ein Leichtes ist, sich Gehör zu verschaffen, und dies natürlich auch im Urlaubskontext. Da ist schnell das Foto vom Schimmelfleck im Bad oder das Kurzvideo vom „ruhig gelegenen Zimmer“, welches sich in Wahrheit direkt neben der Hauptstraße befindet, im Web.

 

Egal ob Holidaycheck, Tripadvisor, Votello oder Igougo – alle haben sie eines gemein: sie schaffen Transparenz im Beherbergungssektor, indem Gäste ihre Bewertungen über Hotels abgeben und mit Detailbeschreibungen und Erfahrungsberichten versehen können. Da findet sich schon mal rasch die eine oder andere negative Bewertung wieder – zu Recht oder Unrecht. Fatal nur, wer andere über sich kommunizieren lässt und sich nicht aktiv an dieser Kommunikation beteiligt.

 

Einer Studie von „CHD Expert“ zufolge, checkt lediglich ein Drittel der Hoteliers die Webrezensionen über ihren Betrieb in Bewertungsplattformen. Diese tragen jedoch massiv zur Entscheidungsfindung von Reisenden bei. Steht die Wunschdestination erst mal fest, sind Bewertungsplattformen immer häufiger das Zünglein an der Waage, wenn es um die Alternativenauswahl geht. Für Engländer beispielsweise stellen Rankings und Bewertungen auf derartigen Plattformen mittlerweile bereits die wichtigste Entscheidungsgrundlage dar. Es gilt also, in die online geführten Gespräche einzusteigen, die Kommentare und Feedbacks von Gästen zu analysieren, und das Produkt gegebenenfalls zu verbessern. Kritische Anmerkungen können wertvolle Hinweise auf Schwachstellen geben. Wer hier mit seinen Zielgruppen interagiert, die Leistung verbessert und dies auch wieder kommunikativ einbringt, ist glaubwürdig und kann ein authentisches Produkt vorweisen, forciert damit einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess und wird langfristig erfolgreich bleiben.