Erfahrung der anderen Art  E-mail
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Heute war ich eingeladen im Rahmen des EuHofa-Kongresses (Internationale Vereinigung der Tourismus- und Hotelfachschulen) eine Workshop zum Thema "ICT & Tourism" zu halten. Da in meiner Gruppe rund 20 Deligates waren, splittete ich diese auf drei Teilgruppen auf. Ich bereitete also ca. 20 min. Input vor und setzte dann drei Schwerpunktthemen: Online Distribution, Mobile Services in Tourism und Social Web and Tourism. Dazu gab ich Einführungstexte und Fallstudien aus meinem Buch "eTourism Casestudies" sowie weiterführende Literatur von mir aus. Als ich die Gruppen zur Bearbeitung der Themen und zur Diskussion aufrief herrschte jedoch etwas verzweifelte Stimmung. Warum? Kaum jemand konnte mit den Themen IREGENDETWAS anfangen. "How to discuss about Web 2.0 - i´ve never heard about it" oder  "Mobile Services? - I don´t think that anyone would use this stuff....." das waren die ersten "Diskussionspunkte". Warum schreibe ich nun davon? Ich frage mich, wie man in Tourismus- und Hotelfachschulen heutzutage noch ohne diese Themen auskommt. Scheinbar gehen diese Themen spurlos an den curriculär verankerten Inhalten vorbei. Hier mag natürlich das langwierige Procedere von Lehrplanänderungen einen entsprechend großen Hemmschuh darstellen. Wenn wir jedoch berufsbildende höhere Schule in unserem Bildungssystem haben, so muss auch die Flexibilität gewährleistet sein, den Dynamiken des Marktes entsprechend flexibel in die Lehrplangestaltung eingreifen zu können. Natürlich freut es uns als Hochschule mit Trendthemen als Knowhowführer im Bildungssektor vorne dabei zu sein, "online Distribution" hat aber längst nichts mehr mit Vorreiter-Wissem zu tun. (zumindest nicht auf dieser Grundlagenebene) Wenn also aus der internationalen Bildungslandschaft Aussagen kommen wie "Web 2.0? I´m in the hospitality business - thats not relevant for us" scheint wahrer Handlungsbedarf vorzuherrschen - weltweit!