Klimawandel & Tourismus  E-mail
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Der Klimawandel stellt als globales Phänomen auch den Tourismus vor massive Herausforderungen. Dass es dabei Gewinner und Verlierer gleichermaßen gibt, ist augenscheinlich, dennoch sind die Risiken höher zu bewerten als die Chancen. Prognosen zufolge wird insbesondere die südliche Hemisphäre, also vor allem die Dritte-Welt- und Schwellenländer, die derzeit verstärkt auf den Tourismus als Entwicklungsmotor setzten, vom Klimawandel betroffen sein. Der Klimawandel wirkt zudem nachhaltig. Anders als Terroranschläge und Naturkatastrophen werden Destinationen künftig zu langfristigen Anpassungsmaßnahmen gezwungen werden. In der Folge wird es zu einer Verschiebung der Tourismusströme kommen, auf die es bei der strategischen Positionierung und Angebotsgestaltung in Zukunft zu achten gilt. Die UNWTO schätzt, dass der Tourismus für einen Anteil von fünf Prozent der globalen Emissionen verantwortlich ist, wobei wieder drei Viertel durch Transportmittel und weitere 20 Prozent durch den Beherbergungssektor verursacht werden. Schier unüberschaubar erscheinen die bevorstehenden Herausforderungen. Dies dürfte wohl auch der Grund dafür sein, dass der Einstellung vieler zufolge erst einmal die anderen klimafreundlich agieren sollen. Dabei liegt umweltbewusstes Reisen auf Konsumentenseite voll im Trend. Der Studie „der touristische Klima-Fußabdruck 2009“ des WWF zufolge legen immer mehr Deutsche Wert auf die von ihnen indizierten Umweltauswirkungen. Wenn Anbieter und Nachfrager beiderseits in die gleiche Richtung stoßen, indem der Klimaschutz einerseits als ein Kernaspekt bei der Planung und Gestaltung touristischer Leistungen angesehen wird, und andererseits Kunden ihren „Klima Fußabdruck“ bewusst in den Reiseentscheidungsprozess einfließen lassen, bleibt zumindest die Hoffnung bestehen, dass die Reise letztlich doch noch in die richtige Richtung geht.