Erste Ergebnisse der Reiseanalyse von der ITB 2010  E-mail
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Heute wurde auf der ITB in Berlin die viel erwartete Reiseanalyse präsentiert. Das Reiseverhalten der Deutschen lässt sich laut RA 2010 auf die Formel "Stabilität - aber nicht für jeden" reduzieren. Rund 3/4 aller Deutshen sind im letzten Jahr trotz Wirtschaftskrise in Urlaub gefahren. Mit gut 64 Millionen Urlaubsreisen lag auch die Anzahl der Reisen auf Vorjahresniveau. Die Angst vor der Krise tangiert auch derzeit nicht die Reiselust und so planen auch für 2010 nicht weniger Bundesdeutsche eine Urlaubsreise als zuletzt. Eingeschränkt sind jene Bevölkerungsteile mit geringem Einkommen. Aus finanziellen Gründen wird hier das Reisen eingeschränkt, die anderen, nämlich jene mit höherem Einkommen sind 2009 jedoch mehr gereist als 2008. Prof. Peter Aderholt (GF der FUR Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.)  betont: "Die Schere klafft auch im Tourismus immer weiter auseinander".

 

Mit leichten Zuwächsen des Marktanteils ist Deutschland der Gewinner 2009. Beinahe jede dritte Urlaubsreise hatte im Vorjahr eine deutsche Destination zum Ziel wobei drei von vier Urlaubsreisen in eines der Top-5 Bundesländer Bayern (6,75%) Mecklenburg-Vorpommern (6,5%) Schleswig-Hollstein (4,1%), Niedersachsen (3,6%) und Baden-Württem berg (2,9%) führte. Bei den Auslandsreisen führt Spanien mit 12,8 % aller Urlaubsreisen der Deutschen ganz eindeutig. Es folgen Italien mit 7,9% und Österreich mit 5,9%. Die Türkei liegt danach mit einem Anteil von 5,7%. Diesbezüglich sei darauf hingewiesen, dass sich alle Werte auf einen Mindestaufenthalt von 5 Tagen durch Deutsche ab 14 Jahren beziehen. Dies mit berücksichtigt lässt den vorsichtigen Schluss zu, dass der Anteil der Österreichreisen (insbesondere vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren zunehmenden Kurz-Trips) deutlich höher ist. Die RA 2010 bringt hinter allen Zahlen jedoch eines zum Ausdruck: Die Urlaubslust ist ungebrochen. 68 Prozent der Deutschen planen für 2010 zu verrreisen, weitere 16 Prozent sind noch unentschlossen.