Von TourCMS gibt es ein neues (seit April 2010) eBook. Dieses ist für Reiseveranstalter, Reisebüros und Freizeitbetriebe gedacht und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit folgenen Punkten:
* Business & travel product strategy
* Working with a web design agency & project management
* Testing your website ensuring it performs well
* Reservation systems and why you need one
* Taking credit card payments
Die zunehmende Bedeutung des Internet, insbesondere für Kommunikation und Vertrieb, war und ist eine der wesentlichen Herausforderungen für Tourismusunternehmen. Märkte sind heute höchst dynamisch, Destinationen stehen global im Wettbewerb, Kunden wird durch die Nutzung des Web eine wesentlich stärkere Machtrolle zuteil und die Komplexität der Marketing- und Vertriebsmöglichkeiten wächst beständig. Dies stellt hohe Anforderungen an Destinationen und deren Leistungsträger. Es gilt Schritt zu halten mit der Geschwindigkeit der Veränderungen, die sicherlich noch nie so hoch war wie heute. Während Themen wie die Relevanz des Web 2.0 im Tourismus derzeit noch auf der Agenda stehen, wird bereits von Semantic Web – dem Web 3.0 – und der Bedeutung des mobilen Internet gesprochen.
Die uneingeschränkte und allgegenwärtige Verfügbarkeit von Informationen lässt das Internet zum „Outernet“ werden, denn schon längt ist das Internet nicht nur mehr über den PC oder Laptop zugänglich. Komfortabel ist mittlerweile auch der Zugang über Smartphones geworden. Schätzungen zurfolge wird bis 2013 jedes zweite Handy internetfähig und mit inkludiertem Datenpaket ausgeliefert werden. Neue Dienste und Services verknüpfen dabei Internet und Realität. Augmented Reality Lösungen, zu Deutsch: Lösungen der „erweiterten Realität“, blenden beispielsweise Informationen aus dem Web zu jenen Betrachtungspunkten ein, die man über die Handykamera gerade betrachtet. Wer beispielsweise die kostenlose Applikation „Wikitude“ auf seinem iPhone oder Android-Handy aufruft, muss seine Kamera nur mehr in Richtung Untersberg-Seilbahn lenkten, um Preise, Öffnungszeiten etc. auf dem Bildschirm eingeblendet zu bekommen.
Ein Handyfoto, mit dem Gratis-Tool „Google Goggles“ aufgenommen, lässt dieses in der Folge von Google mit seiner Bilderdatenbank abgleichen und der Nutzer erhält bei erfolgreicher Analyse weiterführende Informationen zum Foto. Wird beispielsweise ein Foto von Mozart´s Geburtshaus mit Google Goggles gemacht, liefert die Suchmaschine passende Links zu Hintergrundinformationen der Sehenswürdigkeit, etwa aus Wikipedia. Auch Textpassagen können im Fotos erkannt und in der Folge automatisch übersetzt werden. Dies könnte in Zukunft weitreichende Auswirkungen für die Tourismuswirtschaft mit sich bringen. Werden Destinationen in Zukunft nicht nur ihre Texte sondern auch ihre Fotos suchmaschinenoptimieren müssen, um in Google vorne gerankt zu sein? Werden die Touristen von morgen die Speisekarte abfotografieren und so bequem übersetzen lassen?
Diese Tage wurde auch verkündet, dass „Google TV“ demnächst auf den Markt kommt. Dann kann der User mit Google-Settop-Boxen sein Heimquadrat internetfähig machen und nach Filmen, Berichten und Serien etc. bequem über den Fernseher suchen. Die Verfügbarkeit hoher Internetbandbreiten macht das Thema Web-TV ohnehin bereits auch für touristische Anbieter interessant. Gerade der hoch emotional geladene Tourismussektor lässt sich mit Bewegtbild bestens vermitteln und bewerben. Auch hier stellt sich die Frage: Müssen Destinationen und Leistungsträger in Zukunft hochprofessionelle Videos zur Verfügung stellen, um in neu aufkommenden Online-Kanälen wie dem internetfähigen TV verfügbar zu sein? Das Internet ist flügge geworden und aus seiner ursprünglichen Umgebung ausgebrochen – ein sogenanntes „Outernet“ geworden. Die Technologie rückt damit näher an den Menschen heran und eine neue Generation von Endgeräten vernetzt sich im Internet der Dinge. Dies scheint erst der Anfang einer neuen Entwicklung zu sein und unzählige Fragestellungen werden sich daraus auch für die Tourismuswirtschaft ergeben.
Das Thema "Long Tail" ist seit längerem immer und überall im Munde und dennoch kommen immer wieder Fragen - wie sieht´s mit dem Long Tail im Tourismus aus? Selbstverständlich gibt es auch hier den Long Tail. Er ist nur nicht so augenscheinlich wie z.B. beim Thema Musik/mp3. Ein Beispiel dafür kommt direkt von Chris Andersons Blog thelongtail.com:
For a recent speech to a travel company, we pulled together some data on the changing shape of travel due to low-cost carriers, online travel information and social-media driven word of mouth taking tourists beyond the usual top destinations. As in any industry that democratizes, you should see more diversity and the demand should be spread out over more “products”. In this case, that this would be driven by:
Lowered flight costs = more travel, more risk-taking
Lower “search costs” = broader vistas, more willingness to go off the beaten path
Did it happen? Yep. Check this out: data on travel from the UK, from 1998-2008. Over that period, the top 50 destinations from the UK (the “head” of travel” fell from 36% of the total to just 26%, while everything else (the “tail”) grew.
This research was done by our own Maren Jinnett using data compiled by the UK’s Civil Aviation Authority. Maren’s spreadsheet is here, with a lot more data if you want to do your own analysis. (Original-Beitrag hier)
Auf der Site von Travolution gibt es dann noch eine gute Sammlung von Links zum Thema
Journal of Hospitality and Tourism Technology - Free Articles
Monday, 21 June 2010 13:02
There are no translations available.
Das neue "Journal of Hospitality and Tourism Technology", welches bei Emerald erscheint, bietet die ersten beiden Ausgaben kostenlos auf deren Website an. Hier die Beiträge der 2., aktuellen Auflage. Die offizielle Beschreibung des Journals lautet: Launching in 2010, Journal of Hospitality and Tourism Technology (JHTT) serves as a scholastic platform in the fields of Hospitality Information Technology and E-Business. It seeks to serve as a bridge between academia and industry through intellectual exchange of ideas, trends and paradigmatic changes underway in the two important and related domains that it addresses.
Joe McInerney Article
Dr. Cihan Cobanoglu
Article type: Viewpoint View PDF (116kb)
A Conceptual Framework of Relationship Commitment: E-Travel Agencies
Dr. Khaldoon Nusair, Dr. Nan Hua, Ms. Xu Li
Article type: Research paper View PDF (229kb)
The Role of Information Technology in Relationships between Travel Agencies and their Suppliers
Dr. Maria-Eugenia Ruiz-Molina, Prof. Irene Gil-Saura, Dr. Beatriz Moliner-Velázquez
Article type: Research paper View PDF (334kb)
The effect of knowledge management resource inputs on organizational effectiveness in the restaurant industry
Mr. Yong Joong Kim, Dr. Murat Hancer
Article type: Research paper View PDF (240kb)
Automatic Knowledge Exchanging between Tourists via Mobile Devices
Mr. Christos B. Tatsiopoulos, Prof. Basilhs Boutsinas
Article type: Research paper View PDF (414kb)
Location aware auctions for tourism services
Mr. Charis A. Marentakis, Prof. Dimitrios M. Emiris
Article type: Conceptual paper View PDF (343kb)
FREE: The Future of a Radical Price. So ist der Titel des "neuen" Buches von Chris Anderson. Der Campus-Verlag schreibt über das Buch:
Wie lässt sich mit kostenlosen Produkten Geld verdienen? Chris Anderson, Bestsellerautor (»The long tail«) und Chefredakteur von Wired, erklärt in seinem neuen Buch das Wirtschaftsmodell der »Freeconomics« und seine großen Chancen für Unternehmen. Warum bezahlen, wenn man Produkte auch umsonst kriegen kann? Im Internet gibt es vieles bereits vollkommen kostenlos, zum Beispiel Online-Spiele, Musikdownloads, Wissen und Informationen. Das radikale Preiskonzept der Freeconomics« ändert die Mentalität und das Kaufverhalten der Konsumenten grundlegend. Unternehmen können von dieser Entwicklung profitieren, wie etwa IBM, die Software verschenken und die dafür nötige Hardware verkaufen. Oder Adobe, die Lese-Software gratis, und die dazu passende Schreib-Software zum Kauf anbieten. Musiker wie Radiohead oder Nine Inch Nails stellen ihre Songs umsonst ins Netz, weil sie wissen, dass sie so mehr Menschen erreichen, aus denen Fans werden können, die dann wiederum Geld für Konzerte oder limitierte Sammelalben ausgeben. Chris Anderson zeigt in seinem neuen Buch, wie sich Unternehmen das Gratiskonzept zunutze machen können. Aufhalten lässt es sich nicht – digitale Produkte werden früher oder später sowieso kostenlos verfügbar sein, so Andersons These. Der Autor erklärt, auf welchen Prinzipien die Freeconomics beruhen und wie dieses System funktioniert. Er stellt konkrete Geschäftsmodelle vor, mit denen sich im Rahmen des Gratiskonzepts Geld verdienen lässt und mit denen Unternehmen erfolgreich werden können. Anderson bietet eine spannende Einführung in ein gänzlich neues Wirtschaftsmodell. Er beschreibt, wie die digitale Wirtschaft das Gratiskonzept des 20. Jahrhunderts revolutioniert hat, indem es aus einem simplen Marketingtrick eine Wirtschaftsmacht mit enormem Potenzial schuf.
Und weil das Buch schon den schönen Titel FREE trägt, gibts den Inhalt auch umsonst. Das kostenlose eBook ist leider geographisch beschränkt und bei uns nicht erhältlich. Dafür jedoch das Audiobook. Entweder hier zum download (285MB) oder direkt online im Stream vom Wired Magazine. Auch die Quellen zum Buch gibt es als PDF.
Gerade für den Tourismus als Dienstleistungsbranche kann ein "Follow-The-Free" Geschäftsmodell interessant sein, da hier das Produkt zumeist ein Leistungsbündel darstellt. Mal sehen, wer von einer alt eingesessenen Branche zuerst Derartiges ausprobiert.....