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Klimawandel & Tourismus E-mail
  
Saturday, 24 July 2010 00:00
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Der Klimawandel stellt als globales Phänomen auch den Tourismus vor massive Herausforderungen. Dass es dabei Gewinner und Verlierer gleichermaßen gibt, ist augenscheinlich, dennoch sind die Risiken höher zu bewerten als die Chancen. Prognosen zufolge wird insbesondere die südliche Hemisphäre, also vor allem die Dritte-Welt- und Schwellenländer, die derzeit verstärkt auf den Tourismus als Entwicklungsmotor setzten, vom Klimawandel betroffen sein. Der Klimawandel wirkt zudem nachhaltig. Anders als Terroranschläge und Naturkatastrophen werden Destinationen künftig zu langfristigen Anpassungsmaßnahmen gezwungen werden. In der Folge wird es zu einer Verschiebung der Tourismusströme kommen, auf die es bei der strategischen Positionierung und Angebotsgestaltung in Zukunft zu achten gilt. Die UNWTO schätzt, dass der Tourismus für einen Anteil von fünf Prozent der globalen Emissionen verantwortlich ist, wobei wieder drei Viertel durch Transportmittel und weitere 20 Prozent durch den Beherbergungssektor verursacht werden. Schier unüberschaubar erscheinen die bevorstehenden Herausforderungen. Dies dürfte wohl auch der Grund dafür sein, dass der Einstellung vieler zufolge erst einmal die anderen klimafreundlich agieren sollen. Dabei liegt umweltbewusstes Reisen auf Konsumentenseite voll im Trend. Der Studie „der touristische Klima-Fußabdruck 2009“ des WWF zufolge legen immer mehr Deutsche Wert auf die von ihnen indizierten Umweltauswirkungen. Wenn Anbieter und Nachfrager beiderseits in die gleiche Richtung stoßen, indem der Klimaschutz einerseits als ein Kernaspekt bei der Planung und Gestaltung touristischer Leistungen angesehen wird, und andererseits Kunden ihren „Klima Fußabdruck“ bewusst in den Reiseentscheidungsprozess einfließen lassen, bleibt zumindest die Hoffnung bestehen, dass die Reise letztlich doch noch in die richtige Richtung geht.

 

 


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Last Updated on Tuesday, 17 August 2010 12:32
 
Fair Trade im Tourismus E-mail
  
Monday, 12 July 2010 00:00
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Heutzutage gilt der Tourismus als weltweit größter Wirtschaftszweig, dem jeder zwölfte Mensch seinen Arbeitsplatz zu verdanken hat. Der Anteil des Tourismus am globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt derzeit rund 3,6 Prozent; wird auch seine indirekte Wertschöpfung beachtet, so ist er für 14 Prozent (5.390 Mrd. USD) des internationalen BIP verantwortlich. Euphorisch sind auch die Prognosen hinsichtlich seiner weiteren Entwicklung. Laut dem Word Travel and Tourism Council (WTTC) wird das durchschnittliche globale Wachstum des Tourismus bis 2017 auf jährlich 4,3 Prozent geschätzt. Insbesondere für Entwicklungsländer wird der Tourismus als Hoffnungsträger gesehen. Für Länder wie Gambia, Sierra Leone, Samoa und Tansania stellt er die wichtigste Devisenquelle dar. Die UNWTO sieht für Entwicklungsländer und LDC (less developed countries) gerade im Tourismus eine große Chance, um Arbeitsplätze zu schaffen und in der Folge eine angemessene Lebensqualität zu gewährleisten. Der BIP-Anteil des Tourismus kann insbesondere bei LDCs und kleinen Inselstaaten bis zu 40 Prozent ausmachen. Für rund ein Drittel der Entwicklungsländer, inklusive der Hälfte der LDCs, stellen die Einnahmen aus dem Tourismus die Hauptquelle der Exporterlöse dar. Unter anderem lässt die vermehrte Suche nach Authentizität und unverfälschten Kultur- und Naturerlebnissen auch bislang touristisch unterrepräsentierte Länder als Urlaubsort interessant erscheinen. Die Entwicklungen hinsichtlich der internationalen Tourismusankünfte bestätigen diesen Trend. So nahm der Marktanteil von Entwicklungsländern bei den internationalen Ankünften allein zwischen 1990 und 2005 von 28,6 Prozent auf 40,3 Prozent zu, und mit 76 Prozent stiegen die Einnahmen aus internationalen Tourismusankünften zwischen 2000 und 2005 bei LDCs beinahe doppelt so stark an wie im weltweiten Vergleich. Neuere Zahlen bestätigen die Fortführung dieses Trends. Zahlreiche Untersuchungen zeigen jedoch, dass im Durchschnitt die Hälfte der Einnahmen aus dem Tourismus wieder ins Ausland, vor allem zurück in die touristischen Quellmärkte fließt. In einigen afrikanischen Ländern beträgt diese Rate bis zu 85 Prozent, in der Karibik rund 80 Prozent sowie 70 Prozent in Thailand. Diese „Sickerrate“ kennt mehrere Ursachen. Zum einen fließt Kapital durch den Import von Gütern und Dienstleistungen, die ein Land nicht selbst bereitstellen kann, wieder aus dem Land. Zum anderen beteiligen sich finanzkräftige Investoren aus dem Ausland an der Destinationsentwicklung in Dritte -Welt Länder und stellen die benötigten Finanzmittel und Humanressourcen bereit, welche für den Aufbau von Infra- und Suprastruktur sowie für die internationale Vermarktung des Produktes notwendig sind. Mit der Idee der durchgehenden touristischen Dienstleistungskette (vom Flug über die Beherbergung bis zum Angebot von Ausflügen vor Ort) versucht man, Gewinne alleine abzuschöpfen. Parallel dazu sind die Unternehmen als Devisenbringer geschätzt und werden von den Gastländern kräftig unterstützt. Als Investoren gibt es Steuererleichterungen oder auch einen freien Rücktransfer der Gewinne. Lokale Agenturen können sich kaum behaupten und stehen den milliardenschweren Konzernen machtlos gegenüber. Während Fair Trade Produkte vorwiegend im Nahrungsmittel- und Textilbereich seit beinahe 30 Jahren gang und gäbe sind, stellen „Transfair-Produkte“ im Reisebereich noch die Ausnahme dar. Südafrika arbeitet beispielsweise bereits erfolgreich mit einem Fair-Trade-Siegel, in Frankreich, Großbritannien und der Schweiz gibt es ähnliche Überlegungen. Einen Markt für nachhaltige Reiseprodukte gibt es allemal, zudem besteht die Chance, über die gesichterte Qualität der Preisspirale gegenzuhalten. Ethisch korrektes Handeln ist also gefragt sowie ein tiefgreifendes Bewußtsein über die Verantwortung gegenüber den Reisenden, insbesondere jedoch den Bereisten. Nachhaltigkeit zeichnet sich eben neben einer ökologischen und sozialen Ebene auch durch eine ökonomische Perspektive aus – sprich: „Faires Handeln“ wird langfristig belohnt.

 


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Last Updated on Friday, 13 August 2010 11:30
 
Zwischen Fremdkultur und Kultur in der Fremde E-mail
  
Tuesday, 06 July 2010 22:32
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Die Grundlagen für die Entwicklung des Massentourismus wurden in den Nachkriegsjahren gelegt. Verantwortlich dafür waren wachsende Freizeitbudgets und finanzielle Ressourcen, eine Erhöhung der regionalen Mobilität sowie eine neue Sehnsucht nach der Ferne seitens der Konsumenten bei gleichzeitig fortschreitender technologischer Entwicklung der Transportmittel, dem internationalen Ausbau von Verkehrsanbindungen sowie der Professionalisierung der Anbieter. Heutzutage stellt der Tourismus einen der bedeutendsten Treiber von Globalisierungsprozessen dar und kulturelle Identitäten verschwinden, verwischen oder grenzen sich gänzlich ab. Was versteht man jedoch überhaupt unter Kultur? Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass sich Kultur aus einer Menge von Werten und Bedeutungen formt, die ein Kollektiv hervorgebracht hat und weitergibt. Kultur wird also „erlernt“ und zwar durch die Teilnahmen am sozialen Leben. Insbesondere die „massenhafte Begegnung“ führt zu zahlreichen Effekten auf beiden Seiten, die deutliche Spuren hinterlassen. Insgesamt können fünf Treiber kulturellen Wandels festgemacht werden: Da sind zum einen die Touristenströme und der damit einhergehende globale Austausch zwischen Menschen zu nennen. Zum anderen ist der Medienbereich mit seiner  transnationalen Informations- und Unterhaltungsindustrie für Verbreitung stereotyper Länderimages verantwortlich zu machen. Der Einsatz neuer Technologien resultiert in kulturellen Veränderungen von Beruf und Freizeit und international agierende Konzerne in der Tourismuswirtschaft führen neben ineinander verwobenen Finanzströmen auch zu kulturellen Adaptionen. Im ideologischen Bereich kommt es zu kulturellen Veränderungsprozessen bei den Bereisten, da Touristen, durch ihren in der Fremde vorgelebten Lebensstil, die lokale Kultur verändern. Wen wundert es also, wenn der tapfere Massai seinen Speer mit Ray Ban Brille auf der Nase zum Verkauf anbietet, der Gewürzhändler im Souk von Marrakesch eine Rolex trägt oder die hübsche Asiatin im Dirndlkleid beim Oktoberfest den Maßkrug stemmt? Die mitunter durch den Tourismus hervorgebrachten Globalisierungstendenzen scheinen zunehmend zu einer Homogenisierung zu führen, in der Differenzen mit der Zeit geglättet werden und uns somit vertraut erscheinen. Dann gilt als authentisch, was als authentisch wahrgenommen wird und tradierte Normen und Werte verlieren ihre Gültigkeit. Doch auch das neu Hervorgebrachte ist Kultur. Wir sind uns nur oft nicht im Klaren darüber, da die Veränderungen der Sichtweisen für so manchen befremdlich und eben nicht authentisch erscheinen. Wollen wir also bewahren, was wir vermeintlich als echte bzw. wahre Kultur bezeichnen, so muss man sich bei der touristischen Angebotsentwicklung die ernsthafte Frage stellen, ob man dem Fremdbild der Gäste oder dem Eigenbild der Einheimischen nachkommt.

 


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Last Updated on Tuesday, 17 August 2010 12:24
 
Urlaubsanbieter in Nepal und Sri Lanka E-mail
  
Monday, 05 July 2010 10:32
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Passend zur bevorstehenden Urlaubszeit hier ein kleiner Tipp in eigener Sache: Nach 3 Jahren Intensivschulungen in unterschiedlichsten Bereichen sind unsere 120 klein- und mittelständischen Projektpartner in Nepal und Sri Lanka gerne bereit, zu einem unvergesslichen Urlaub beizutragen.

 

Für alle Interessierten sind Infos zu den unterschiedlichen Locations in beiden Ländern - von abenteuerlichen Safaris und Trekkingtouren bis hin zum wohlverdienten Strandurlaub - auf
www.smaps-asia.com nachzulesen. Namaste!

 

 


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Last Updated on Tuesday, 17 August 2010 12:37
 
Google kauf ITA - Deal perfekt E-mail
  
Saturday, 03 July 2010 19:10
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Bereits mehrmals hatte ich in den vergangenen Wochen und Monaten auf den potenziellen Kauf von ITA-Software durch Google hingewiesen. Im April bereits hätte Gerüchten zufolge der Deal stattfinden können. Dann gab es Verzögerungen und immer wieder neue Gerüchte. Noch bei den VIR-online Innovationstagen wurde seitens Google das Thema ITA - auch auf Nachfrage - kaum angesprochen. ITA galt vor einigen Jahren als eines der GNEs (GDS New Entrants), gemeinsam mit Fairlogix & G2Switchworks. Nun hat Goolge also ITA gekauft und betritt damit ernsthaft die Travel-Arena. Um 700 Mio US$ ging ITA letztlich an Google, 1 Mrd. war ursprünglich angepeilt .Expedia und Co hatten in den letzten Wochen noch versucht Google ITA wegzuschnappen. ITA beschreibt sich selbst wie folgt:

 

"Founded in the mid 90's by a group of computer scientists from the Massachusetts Institute of Technology, ITA Software is an airline IT and services provider at the forefront of a new generation of technology that is changing the way the travel industry works. Combining advances in computer science, innovative problem-solving, and deep industry knowledge, the company’s solutions deliver improved power and flexibility to the travel industry and greater efficiency for airlines, travel distributors, and passengers. ITA Software recently received the TravelCom Innovator of the Year Award."

 

Heute haben sich die ersten Stimmen aus der Branche Stellung zum Deal bezogen. Ein Beitrag von Kevin May fasst diese zusammen. Google hat also den eindeutigen Schritt Richtung Tourismusbranche getätigt. Die Airline-Industry ist jedoch sicherlich nur der Anfang. Weitaus mehr Potenzial dürfte auf der Hotellerie- und Destinationsebene (aufgrund der Fülle an Content) vorhanden sein. Google wird in den nächsten Jahren daher sicherlich entlang der Wertschöpfungskette auf Einkaufstour gehen und den Travel-Market ordentlich aufmischen.


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Last Updated on Tuesday, 17 August 2010 12:40
 
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